Über mich

Me_Juni_2015_2Willkommen auf der Website von Jürgen Vielmeier! Ich bin freier Technikjournalist, -texter und Blogger in Bonn und leite derzeit hauptsächlich das Euronics Trendblog. Ich erstelle Techniktexte für Websites, Mailings und Online-Publikationen. Zuvor war ich für die bekannten Techblogs Neuerdings.com, Netzwertig.com und Basic Thinking als Redakteur und in leitenden Funktionen aktiv. Das Archiv meines alten Blogs Leidartikel ist nach wie vor online. Geblieben ist davon noch mein Twittername @leidartikel. In meinem Blog geht es um den Medienwandel, digitales Nomadentum (Home Office), Gesellschaft, Technik und was immer mir gerade am Herzen liegt.

Wie ich einen Monat im Auto arbeitete und dabei Skandinavien erkundete

Rentier-Finnland

Neulich morgens bin ich einfach losgefahren. Alle Sachen ins Auto und ab. Zunächst nach Lübeck, dann weiter durch Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen bis zum Nordkap. Und von da weiter nach Russland. Das Ganze war kein Urlaub übrigens: Ich habe in der Zeit ganz normal gearbeitet. Im Auto.

Okay, so viel zur Legendenbildung. Ganz so einfach, wie es klingt und wie man es in der Literatur wahrscheinlich darstellen würde, war es dann doch nicht. Bevor ich „einfach so“ losgefahren bin, habe ich… Weiterlesen

Hochwertige Bilder völlig kostenlos im Netz: Und es gibt nicht einmal einen Haken

Ich hab mal wieder in die Tasten gehauen und für meine alten Kollegen von Tinkla was zu kostenlosen Bilddatenbanken im Netz geschrieben. Es gibt richtig, richtig gute Bilder im Netz, die keinen Cent kosten. Lizenzfrei sind sie auch noch und oft müsst ihr nicht einmal einen Nachweis erbringen, woher ihr sie habt. Kann eigentlich nicht sein, denkt man sich. Ist aber so. In der Übersicht dazu habe ich außerdem die wichtigsten Bilddatenbanken vorgestellt.

Eigentlich sind es zwei Trends in einem: Zum einen kostenlose Stockfoto-Datenbanken wie Pexels, zum anderen Websites von Profifotografen, die Stock-Datenbanken hassen und ihre Bilder frei zugänglich machen, um gegen Massenware zu „demonstrieren“. Beide Modelle sind im Prinzip Freemium: Die Profis stellen nur einige ihrer Werke online, um für kostenpflichtige Bilderpakete oder neue Aufträge zu werben. Nutzer muss das nicht stören. Sie erhalten aus abertausenden Bildern insgesamt eine stattliche Auswahl. Die meisten Werke sind CC0-lizenziert. Das heißt: kostenlos und ohne Nachweis; ihr dürft damit sogar Geld verdienen, sie nur nicht weiterverkaufen. Wenn ihr nett sein wollt (seid es!), gebt ihr Bilddatenbank und Urheber aber trotzdem an. Beim Beitragsbild dieses Artikels heißt der Urheber Aidan Meyer und das Bild stammt von Unsplash.com.

Das hier müsst ihr auch noch sehen. ;)

Otto und die Nachwehen

Turbulente anderthalb Wochen gehen zu Ende. Schon einmal danke an euch alle, denn mein Beitrag „Woher haben Sie meinen Namen“ scheint bei vielen einen Nerv getroffen zu haben. Etwa 20.000 Mal wurde der Text seit der Veröffentlichung hier im Blog aufgerufen. Besonders auf Twitter gab es viele Reaktionen darauf. Aufgenommen wurde die Geschichte unter anderem von Netzpolitik.org, Golem.de und taz.de, wo ein kurzes Interview mit mir erschienen ist. Vielen Dank an die Kollegen und an alle Leser!

Über die Zuschriften habe ich mich gefreut. Die Reaktion war fast durchweg einhellig: Nein, was mir da passiert ist, war nicht okay.

Otto hat in einem Kommentar unter meinem Beitrag kurz Stellung genommen. Tenor: Bitte gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen! Weiterlesen

Woher haben Sie meinen Namen?

Updates unten: Eine Stellungnahme von Otto / Der Landesbeauftragte für Datenschutz kann keine Datenschutzverletzung feststellen.

Ich könnte behaupten: Dieser eine Anruf hätte mein Leben verändert. Danach hätte ich mir einen Edward Snowden-Aufkleber auf den Briefkasten geklebt, angefangen alle meine Mails zu verschlüsseln und Google für immer Lebewohl gesagt. Aber das entspricht nicht der Wahrheit und das käme mir auch übertrieben vor. Hysterie tut selten gut. Aber doch: Dieser eine Anruf hat etwas verändert. Seitdem sind einige Dinge einfach anders. Weiterlesen

„Die Rechnung bitte!“

Rechnung_Jason_Rogers

Es war nicht immer so und wird vielleicht auch nicht immer so sein. Aber im Moment verdiene ich gut, habe sogar ein paar Kollegen, die ich beschäftigen kann und die mir monatlich Rechnungen schreiben. Sobald eine Rechnung eintrifft, lasse ich alles stehen und liegen, logge mich in mein Bankkonto ein und überweise die Rechnung. Sofort. Weiterlesen

Das Web, das wir immer noch haben

Bild: Craig Sunter unter CC-Lizenz BY-ND 2.0

Bild: Craig Sunter unter CC-Lizenz BY-ND 2.0

Der iranische Blogger und Regimekritiker Hossein Derakhshan wurde im Jahr 2008 verhaftet, saß mehrere Jahre im Gefängnis, bevor er Ende 2014 überraschend begnadigt wurde. Aber das Netz, das er danach vorfand, war nicht mehr dasselbe, schrieb er jüngst in einem bemerkenswerten Blogbeitrag mit dem Titel „The Web we have to save„, der mich gestern Abend beim Lesen sehr nachdenklich gemacht hat. Weiterlesen

Keine Sorge, auch wenn der Journalismus stirbt: Mit uns wird’s schon weiter gehen!

schrieb Videopunk Markus Hündgen neulich auf Twitter. Ich wollte ihm reflexartig widersprechen, ich verstand aber auch sofort, warum er das schrieb, und warum das nicht nur auf seine Perspektive als Videoblogger zutrifft. Einzelne YouTuber haben heute Einschaltquoten (neudeutsch: Views) im Millionenbereich. Viele TV-Sendungen würden sich alle zehn Finger nach solchen Zahlen lecken. Hündgens Botschaft mit dem schlichten Tweet oben: Was uns heute interessiert, was geteilt und geliked wird, kurz: was unsere Aufmerksamkeit erregt, stammt immer seltener von Journalisten. Weiterlesen

Einslive, triff deinen größten Widersacher für die nächsten 20 Jahre – Pennylive

Pennylive

Neulich, Ostern, unternahm ich eine Spritztour ins Grüne. Der Tag war gut gewählt, denn im Radio feierte Einslive seinen 20. Geburtstag mit einer Zuschauer-Top 100 und allen alten Bekannten. Nirvana, Oasis, die Fantas, die Brote, die Hosen. Notstalgie pur. Platz 1 war „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten und die Moderatoren verlasen schwärmerisch Mails von Hörern, die in romantischen Erinnerungen schwelgten: „Bin mit dem Auto an den See gefahren, wie früher, habe das Schiebedach aufgemacht, schaue mir die Wolken an, wie früher, höre 1live und genieße das Leben.“ Wie früher. Es war ein schöner Moment, es war voller Erinnerungen, es war ein Stück heile Welt in diesen so unheilvollen Zeiten. Weiterlesen