Über mich

Me_Juni_2015_2Willkommen auf der Website von Jürgen Vielmeier! Ich bin freier Technikjournalist, -texter und Blogger in Bonn und leite derzeit hauptsächlich das Euronics Trendblog. Ich erstelle Techniktexte für Websites, Mailings und Online-Publikationen. Zuvor war ich für die bekannten Techblogs Neuerdings.com, Netzwertig.com und Basic Thinking als Redakteur und in leitenden Funktionen aktiv. Das Archiv meines alten Blogs Leidartikel ist nach wie vor online. Geblieben ist davon noch mein Twittername @leidartikel. In meinem Blog geht es um den Medienwandel, digitales Nomadentum (Home Office), Gesellschaft, Technik und was immer mir gerade am Herzen liegt.

Otto und die Nachwehen

Turbulente anderthalb Wochen gehen zu Ende. Schon einmal danke an euch alle, denn mein Beitrag „Woher haben Sie meinen Namen“ scheint bei vielen einen Nerv getroffen zu haben. Etwa 20.000 Mal wurde der Text seit der Veröffentlichung hier im Blog aufgerufen. Besonders auf Twitter gab es viele Reaktionen darauf. Aufgenommen wurde die Geschichte unter anderem von Netzpolitik.org, Golem.de und taz.de, wo ein kurzes Interview mit mir erschienen ist. Vielen Dank an die Kollegen und an alle Leser!

Über die Zuschriften habe ich mich gefreut. Die Reaktion war fast durchweg einhellig: Nein, was mir da passiert ist, war nicht okay.

Otto hat in einem Kommentar unter meinem Beitrag kurz Stellung genommen. Tenor: Bitte gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen! Weiterlesen

Woher haben Sie meinen Namen?

Updates unten: Eine erste Stellungnahme von Otto / Der Landesbeauftragte für Datenschutz wird aktiv.

Ich könnte behaupten: Dieser eine Anruf hätte mein Leben verändert. Danach hätte ich mir einen Edward Snowden-Aufkleber auf den Briefkasten geklebt, angefangen alle meine Mails zu verschlüsseln und Google für immer Lebewohl gesagt. Aber das entspricht nicht der Wahrheit und das käme mir auch übertrieben vor. Hysterie tut selten gut. Aber doch: Dieser eine Anruf hat etwas verändert. Seitdem sind einige Dinge einfach anders. Weiterlesen

„Die Rechnung bitte!“

Rechnung_Jason_Rogers

Es war nicht immer so und wird vielleicht auch nicht immer so sein. Aber im Moment verdiene ich gut, habe sogar ein paar Kollegen, die ich beschäftigen kann und die mir monatlich Rechnungen schreiben. Sobald eine Rechnung eintrifft, lasse ich alles stehen und liegen, logge mich in mein Bankkonto ein und überweise die Rechnung. Sofort. Weiterlesen

Das Web, das wir immer noch haben

Bild: Craig Sunter unter CC-Lizenz BY-ND 2.0

Bild: Craig Sunter unter CC-Lizenz BY-ND 2.0

Der iranische Blogger und Regimekritiker Hossein Derakhshan wurde im Jahr 2008 verhaftet, saß mehrere Jahre im Gefängnis, bevor er Ende 2014 überraschend begnadigt wurde. Aber das Netz, das er danach vorfand, war nicht mehr dasselbe, schrieb er jüngst in einem bemerkenswerten Blogbeitrag mit dem Titel „The Web we have to save„, der mich gestern Abend beim Lesen sehr nachdenklich gemacht hat. Weiterlesen

Ich bin gerne freier Journalist, ich nutze nur viel zu wenige von meinen Freiheiten

Bild: Linus Bohmann via Flickr unter CC-Lizenz BY 2.0

Bild: Linus Bohmann via Flickr unter CC-Lizenz BY 2.0

Der Timo Stoppacher hat mich gefragt, ob ich an einer Blogparade zum Thema „Warum ich gerne freier Journalist bin“ teilnehmen könnte.

Bin ich. Kann ich, aber es wird nicht so leicht, Vor- und Nachteile klar voneinander zu trennen. Weiterlesen

Keine Sorge, auch wenn der Journalismus stirbt: Mit uns wird’s schon weiter gehen!

schrieb Videopunk Markus Hündgen neulich auf Twitter. Ich wollte ihm reflexartig widersprechen, ich verstand aber auch sofort, warum er das schrieb, und warum das nicht nur auf seine Perspektive als Videoblogger zutrifft. Einzelne YouTuber haben heute Einschaltquoten (neudeutsch: Views) im Millionenbereich. Viele TV-Sendungen würden sich alle zehn Finger nach solchen Zahlen lecken. Hündgens Botschaft mit dem schlichten Tweet oben: Was uns heute interessiert, was geteilt und geliked wird, kurz: was unsere Aufmerksamkeit erregt, stammt immer seltener von Journalisten. Weiterlesen

Einslive, triff deinen größten Widersacher für die nächsten 20 Jahre – Pennylive

Pennylive

Neulich, Ostern, unternahm ich eine Spritztour ins Grüne. Der Tag war gut gewählt, denn im Radio feierte Einslive seinen 20. Geburtstag mit einer Zuschauer-Top 100 und allen alten Bekannten. Nirvana, Oasis, die Fantas, die Brote, die Hosen. Notstalgie pur. Platz 1 war „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten und die Moderatoren verlasen schwärmerisch Mails von Hörern, die in romantischen Erinnerungen schwelgten: „Bin mit dem Auto an den See gefahren, wie früher, habe das Schiebedach aufgemacht, schaue mir die Wolken an, wie früher, höre 1live und genieße das Leben.“ Wie früher. Es war ein schöner Moment, es war voller Erinnerungen, es war ein Stück heile Welt in diesen so unheilvollen Zeiten. Weiterlesen

„Wie ich mich von der Welt zurückzog und dabei unermesslich reich wurde“

… war der Titel eines Vortrags, den ich auf dem 1. Bonner BarCamp gehalten habe. Natürlich ein recht plakativer Titel – ich habe weder einen Maserati vor der Tür stehen, noch eine Yacht, eine Villa, geschweige denn ein eigenes Haus. Warum ich mich trotzdem reich fühle, habe ich in einer kleinen Session auf dem BarCamp dargelegt und dabei ein bisschen aus meinem Leben erzählt. Weiterlesen

„Auf der Straße stehen Hunderte, die deinen Job machen könnten“

Queue_Flickr

Diesen Satz habe ich zum Glück bisher noch nie von einem Chef oder Auftraggeber gehört. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das auch so schnell nicht werde. Weil er nämlich nicht stimmt. In der Praxis zumindest nicht. Weiterlesen

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