5-Euro-Scheine sind alles, was wir brauchen

Nach einer üppigen Steuerrückzahlung ist bei mir derzeit Schmalhans Küchenmeister. Als Single habe ich ausgerechnet, dass es unter Umständen billiger ist, auswärts zu essen, statt selbst zu kochen. Es kommt auf die Mahlzeit an, und teurer als 5 Euro sein darf es im Prinzip nicht. Eine Zeitlang komme ich damit ganz gut über die Runden. Das Stichwort hier: 5 Euro.

Kürzlich zahlte ich in der Kneipe meine zwei Bier mit einem 50-Euro-Schein. Die Kellnerin hatte es nicht größer, also gab sie mir einen ganzen Haufen 5-Euro-Scheine zurück. Ich war zunächst verärgert, doch nach und nach fiel mir auf, dass 5-Euro-Scheine vieles einfacher machen. Ein Einkauf beim Bäcker: 3,20 Euro, abends ein paar Kleinigkeiten am Kiosk: 2,10 Euro, Duschgel, Shampoo, Deo aus der Drogerie: 4,70 Euro. Ein Bahnticket innerstädtisch: 2,70 Euro, Das Essen im Schnellimbiss, wie gesagt, <5 Euro. Wenn es teurer wird als 5 Euro, legt man eben zwei oder notfalls mal drei 5-Euro-Scheine auf den Tresen. Und spätestens ab 20 Euro lohnen sich Scheine ohnehin nicht mehr, dann ist die Karte sinnvoller.

Zahlt man mit 5-Euro-Scheinen, bekommt man nie einen Schein als Wechselgeld, nur Münzen. Man muss das Wechselgeld dann nicht erst mühsam trennen und in verschiedene Fächer verschieben. Ich habe die erstaunlich Erfahrung gemacht, wie ich mir dabei weniger um Geld Gedanken mache und mich befreit fühle. Größere Scheine? Machen nur noch Sinn für Sparstrümpfe, Geschäfte mit Geldkoffern (sehr seriös) oder notorischen Verweigerern elektronischer Zahlungsmittel. Ansonsten könnten die Banken die Produktion von allen Geldscheinen außer den 5-Euro-Scheinen in meinen Augen problemlos einstellen.