Alles so modern hier. Schon die Shoppingmeile im Flughafen. Oder im Hauptbahnhof. Die Flughafenbahn – in zehn Minuten am Hauptbahnhof. Die Schweizer – fast ausnahmslos gut gekleidet. Hier ist Service noch Service. In Gastronomie und Geschäften kümmert man sich sehr zuvorkommend um die geschätzten Kunden.

Und, ach du Schreck, ist das teuer hier! Ein belegtes Brötchen zum Frühstück 4,30 SFr.

Zürich erinnert mich immer ein wenig an Bonn: nicht viel größer, zwei Flussseiten, eine hübsche Altstadt, doch viel moderner. Die Straßenbahnen fahren in dem dichten Netz fast pausenlos auch noch spät nachts. Spannenderweise fahren auch die Busse mit Stromabnehmern an der Oberleitung.

Und, oh mein Gott, habe ich gerade wirklich umgerechnet 25 Euro für ein handelsübliches Abendessen mit einem kleinen Getränk bezahlt?

Die Schweizer, die ich traf – ausnahmslos nett, aufgeschlossen und mit einem Sinn für Humor, der mir sehr gefällt. Ein kleiner Scherz auf ihre Kosten, wird keck gekontert. Man ist nicht verlegen, über die eigene Mentalität zu reden. Man nimmt sich selbst nicht so ernst, lässt es auch mal etwas ruhiger angehen. Sehr angenehm.

Und, Teufel noch eins, will der Kellner wirklich 9 Franken für ein Bier haben?

Es nützt nichts. Zürich ist eine wunderschöne Stadt, meine Kollegen sehr herzlich. Aber am Ende dreht sich für einen deutschen Touristen doch alles um die sehr hohen Lebenserhaltungskosten der Stadt. Ich konnte es in den drei Tagen vor Ort – man möge mir verzeihen – leider nicht abstellen.