Ich fuhr mit meiner Freundin zwei Wochen lang auf der Ringstraße durch Island. Weil vielleicht der eine oder die andere ähnliche Pläne hat, habe ich meine Eindrücke hier einmal festgehalten und sie mit Bildern unterstrichen. Noch Fragen? Dann fragen! Ansonsten: einfach lesen, gucken – und hinfahren! 🙂

Island: Landschaft in allen Formen und Farben

Island: Landschaft in allen Formen und Farben

Anreise: Es geht durchaus günstig

Wir flogen mit der Lufthansa von Düsseldorf nach Keflavik, Islands internationalem Flughafen. Weil wir mehrere Monate im Voraus buchten, war der Flug erschwinglich: pro Nase hin und zurück rund 250 Euro. Lufthansa fliegt in den warmen Monaten täglich meist spät abends von Düsseldorf oder Köln/Bonn und sicher auch von einigen anderen deutschen Flughäfen aus. Der Service war gut. Weitere Airlines, die Island anfliegen, sind unter anderem – natürlich – Icelandair und die noch recht junge isländische Billigfluggesellschaft WOW Air, für die meine Freundin am Abend unseres Rückflugs aus Spaß noch nach möglichen Alternativen suchte und selbst für den kommenden Tag noch einen Rückflug nach Düsseldorf fand, der 130 Euro pro Nase gekostet hätte.

Blick auf den Keflavik-Flughafen (und jede Menge Mietwagen) um etwa 1 Uhr morgens.

Blick auf den Keflavik-Flughafen (und jede Menge Mietwagen) um etwa 1 Uhr morgens.



Weil wir spät abends landen sollten, buchten wir für die erste Nacht eine Unterkunft direkt am Flughafen. Im Prinzip gibt es da nur eins: Das Airport Hotel Smari, in dem wir für nicht gerade schmale 130 Euro pro Nacht im Doppelzimmer unterkamen. Das war uns den Komfort aber wert: Wir konnten nach dem Flug direkt ins Bett fallen und mussten uns nicht erst noch nach Reykjavik oder in eine Behausung in Keflavik durchschlagen.

Steinhaufen am Wegesrand bringen Glück.

Steinhaufen am Wegesrand bringen Glück.

Der Mietwagen: Klein reicht auch, aber Achtung: Augen auf!

Wir bestellten uns über Dertour einen Hyundai i10 bei der Avis-Tochter Budget und zahlten dafür für zwei Wochen rund 800 Euro. Bei der Erklärung dafür warum und wieso, muss ich ein wenig ins Detail gehen:

Eine Geldfrage: Bis zum Offroad-Kleinbus, in den manch einer nur mit der Leiter einsteigen kann, gibt es alles an Mietwägen.

Eine Geldfrage: Bis zum Offroad-Kleinbus, in den manch einer nur mit der Leiter einsteigen kann, gibt es alles an Mietwägen.

Warum Dertour? Dertour bietet oft im Vergleich zur Direktbuchung bei einem Autovermieter noch einige Zusatzleistungen an, die nicht zu verachten sind. Wir zahlten etwas mehr, hatten dafür einen zweiten Fahrer, eine Windschutzscheibenversicherung und die Flughafengebühr in Höhe von knapp 50 Euro inklusive, alles Leistungen, die ein Vermieter bei Direktbuchung für gewöhnlich extra berechnet. Die Windschutzscheibenversicherung lohnt sich für Island allemal. Abseits der Ringstraße sind sehr viele Nebenstraßen nicht asphaltiert. Es fliegen also immer irgendwie Rollsplit und mehr oder weniger dicke Steine durch die Luft. Gleich am zweiten Tag schleuderte uns ein entgegenkommender Bus sogar auf einer asphaltierten Straße einen kleinen Stein gegen die Frontscheibe. Wir hatten hier Glück: Die Macke war winzig und nicht gefährlich, aber der Eindruck wirkte nach: Sehr schnell können in Island Lack und Scheiben leicht zerkratzt oder beschädigt werden.

Es gibt so viele Wasserfälle, dass ich irgendwann beschloss, sie nur noch als Selfie aufzunehmen. Der falsche Pelz schützte übrigens wunderbar gegen Regen und Wind.

Es gibt so viele Wasserfälle, dass ich irgendwann beschloss, sie nur noch als Selfie aufzunehmen. Der falsche Pelz schützte übrigens wunderbar gegen Regen und Wind.

Warum Budget? Nicht wenige Autovermieter parken ihre Flotte nicht am Flughafen, sondern einige Kilometer davon entfernt in Keflavik oder gar im etwa 40 Kilometer entfernten Reykjavik. Meistens gibt es einen Shuttle dorthin, aber man verliert Zeit. Budget hatte seine Autos direkt auf einem Parkplatz am Flughafen stationiert. Wir konnten sofort einsteigen und losfahren. Der Tipp also: Bei der Anmietung genau darauf achten, was als Abholort angegeben ist. Wenn dort als Abholstation „Keflavik Airport“ ohne irgendeinen Zusatz wie „Shuttle“ steht, sollte man auf der sicheren Seite sein.

Blick auf Islands größten und vielleicht auch schönsten See, den Thingvallavatn nahe Reykjavik

Blick auf Islands größten und vielleicht auch schönsten See, den Thingvallavatn nahe Reykjavik

Warum Hyundai i10? Wir buchten einen Kleinstwagen für Island und bekamen eben diesen Hyundai. Dass dies nicht das beste Auto der Welt ist, dürfte sich von selbst verstehen, aber er fuhr sich auf gerader Strecke gar nicht so schlecht und verrichtete pflichtschuldig seinen Dienst. Bei steilen Bergaufstrecken hatte er so seine Probleme, aber die etwa zehn Mal, an denen er sich mit 60 statt 90 den Berg hoch quälte, ließen sich verschmerzen.

Viele Felsen sind mit sehr weichem Moos bewachsen.

Viele Felsen sind mit sehr weichem Moos bewachsen.

Vor der Buchung eines Mietwagens in Island steht immer die Frage an: normales Auto mit Frontantrieb oder 4×4-Geländewagen? Einige Straßen und Pisten gerade im Hochland (so genannte F-Straßen) sind nur für Geländewagen freigegeben. Und es gab auch tatsächlich zwei, drei Strecken, die ich gerne gefahren wäre, die mit unserem Wagen aber nicht erlaubt waren (wer erwischt wird, dem droht nicht nur eine Nachzahlung beim Vermieter, sondern auch eine Strafe durch die Verkehrswacht, einmal davon abgesehen, dass sich manche Straßen mit einem normalen Auto nicht oder zumindest nicht ohne einige Schäden passieren ließen, diese Regelung also durchaus Hand und Fuß hat). Über die Ringstraße und viele, auch nicht asphaltierte Nebenstraßen kamen wir allerdings mit dem i10 problemlos. Und auch die, nun ja, sagen wir grenzwertige, aber offiziell auch ohne 4×4 erlaubte Strecke 550 entlang des Langjökull-Gletschers konnten wir mit dem i10 fahren.

Mars oder Erde? Manchmal nicht genau zu sagen.

Mars oder Erde? Manchmal nicht genau zu sagen.

Schaut man sich außerdem an, dass zum Zeitpunkt unserer Reise Anfang Juni die meisten Hochlandstrecken noch gesperrt waren (darunter auch die Straße 901, die ich sehr gerne gefahren wäre), stellt sich die Frage, ob sich die 50 bis 100 Prozent Aufpreis für einen Offroader wirklich lohnen. Für einige beliebte touristische Orte wie Landmannalaugar, Thosmörk, den Kahranjukar-Staudamm oder den Hekla-Vulkan, die sich nur mit Geländewagen erreichen lassen, ließen sich ab Reykjavik, Vik, Höfn oder Egilsstadir auch Tagestouren buchen. Für unsere zweiwöchige Rundreise brauchten wir einen Offroader also eigentlich nicht. Notwendig wird er erst, wenn man plant, die Insel von Nord nach Süd über das Hochland zu erkunden. Aber das geht ohnehin nur im Hochsommer, wenn alle Straßen freigegeben sind.

Der Sommer mit seiner Mitternachtssonne ist für Touristen eigentlich ideal.

Der Sommer mit seiner Mitternachtssonne ist für Touristen eigentlich ideal.

Die beste Reisezeit

Island wird besonders gerne um die Weihnachtszeit bereist, weil dann in etwas höher gelegenen Orten mit ziemlicher Sicherheit Schnee liegt, und dann natürlich im Sommer. Unsere Reisezeit Ende Mai/Anfang Juni war dafür ideal, dass sich fast die ganze Strecke ohne Schnee und Eis bereisen ließ, es schon recht warm war, es offiziell die Zeit mit den wenigsten Regentagen war und auf der Insel offiziell noch Nebensaison herrschte. Mietwagen und Hotels an den beliebtesten Touri-Orten waren also noch erschwinglich, und einige Ziele wie die blaue Lagune noch etwas preiswerter. Außerdem konnten wir schon die Mitternachtssonne und die praktisch völlig ausbleibende Dunkelheit erleben. Wer wirklich durch das Hochland will, der muss im Hoch- oder Spätsommer fahren. Zum einen, weil dann auch die Hochlandstraßen endlich freigeben sein dürften (was zu unserer Reisezeit noch nicht der Fall war) und weil es dann noch etwas wärmer ist.

Grünland nahe Vesturdalur. Nur fünf Kilometer weiter östlich und südlich waren die Straßen noch wegen Schnees gesperrt.

Grünland nahe Vesturdalur. Nur fünf Kilometer weiter östlich und südlich waren die Straßen noch wegen Schnees gesperrt.

Das Klima: Nicht kalt aber windig

Seit der Schulzeit sind Klimazonen eines meiner Lieblingsthemen, aber ich habe es die ganze Reise über nicht geschafft, Island – oder sagen wir lieber das Island abseits des Hochlands – klimatisch einzuordnen. An den sonnigsten Tagen, die wir erlebten, kratzte das Thermometer an der 20-Grad-Marke, nachts wurde es selten kälter als 8 Grad. Viel wärmer ist es in Deutschland zu dieser Zeit auch nicht, wenn es nicht mal gerade, wie in diesem Jahr, ein Jahrhundertpfingsten gibt. Was für Island aber typisch zu sein scheint: Es weht eigentlich immer ein recht starker, zumeist kühler Wind. Da es praktisch keine Wälder auf der Insel gibt, wird dieser meist durch nichts gebremst.

Die Stimmung trügt etwas: Hier wehte ein eisiger Wind.

Die Stimmung trügt etwas: Hier wehte ein eisiger Wind.

Islands zwei Seiten

Das Wetter in Island hat mir zeitweise buchstäblich den Rest gegeben. Die Lufttemperatur bedingt durch den Golfstrom ist, wie gesagt, kaum geringer als bei uns. Der kalte Wind macht es aber, wie erwähnt, schwer sich richtig anzuziehen. Zieht man sich zu warm an, schwitzt man und unterkühlt sich gleich wieder durch den Wind. Eine wasserdichte Texjacke mit Windbreaker, Funktionsunterwäsche und eine Fleece-Jacke sind eigentlich Pflicht. Doch damit fühlt man sich in windstillen Momenten oft zu warm angezogen.

Und plötzlich ist die Landschaft weg: Nahe der Gletscher gibt es Lavawüsten.

Und plötzlich ist die Landschaft weg: Nahe der Gletscher gibt es Lavawüsten.

Nach dem Besuch der blauen Lagune gleich am ersten Tag und einer fünfstündigen Wanderung auf einem Arm des Vatnajökull wenige Tage später, bei dem es den ganzen Tag geregnet hatte, kam es bei mir, wie es kommen musste: Ich erkältete mich mit Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und allem, was dazu gehört. Als es dann auf der Fahrt von Seydisfjördur im Osten nach Husavik im Norden – eine der vermeintlich schönsten Strecken des Landes – den ganzen Tag lang regnete und die Sichtweite die 100 Meter nie überschritt, war meine Laune am Tiefpunkt angelangt. Bis dahin hatte es praktisch jeden Tag mindestens einmal geregnet. Und dazu kam dieser elendige Wind. Ich verwünschte diese „ewige Regeninsel“ und hatte praktisch die Nase voll. Ganz fair ist das natürlich nicht: Der Norden der Insel streift fast den Polarkreis, also: Was erwartet man!

Gestrandete Eisberge nahe der Gletscherlagune Jökulsarlon südöstlich des Vatnajökull

Gestrandete Eisberge nahe der Gletscherlagune Jökulsarlon südöstlich des Vatnajökull

Und was ich da noch nicht ahnte: Es sollte bis auf ein paar Tropfen zu unserem Abschied der letzte Regentag sein, den wir in Island erlebten. Es folgten vier Tage mit allerschönstem Sonnenschein, fast 20 Grad und kaum noch einer Wolke am Himmel. Und wie auf Bestellung wurde ab dem zweiten dieser Sonnentage auch der Wind merklich wärmer und weniger stark. Ich konnte nur noch mit dem Kopf schütteln: einfach verrückt, dieses Island! Welches Wetter ich mir auch wünschte, ich schien es am nächsten Tag zu bekommen. Versucht das vielleicht auch einfach mal, wenn ihr dort seid. 😉

Gletscherwanderung

Gletscherwanderung

Die blaue Lagune – eine Tourifalle?

Kein Reiseführer, der die blaue Lagune auf der Halbinsel Reykjanes (keine halbe Stunde vom Flughafen Keflavik oder von Reykjavik entfernt) nicht als eins der Island-Highlights preist. Neben einem Industriegelände, das Wasser aus einer heißen Quelle verwendet und ableitet, hat sich dieses Spa angesiedelt. Es schimmert blau, es ist mollig warm, der schlammige Boden soll gut für die Haut sein und wird islandweit teuer an Touristen verkauft. An kalten Tagen bildet sich Nebel über der Lagune, und wer das Erlebnis komplettieren will, kauft sich an der Theke im Bad ein Getränk und schlürft es im Wasser. Shuttle-Busse bringen Touristen im Halbstundentakt von Keflavik und Reykjavik dorthin. Der Eintrittspreis: umgerechnet stolze 40 Euro in der Haupt- und 35 Euro in der Nebensaison ohne Extras. Wer ein Freigetränk und einen Bademantel leihen will, zahlt 60 oder 65 Euro.

Blick auf die Blaue Lagune

Blick auf die Blaue Lagune

Auch wir haben die Lagune gleich als allererstes besucht, um in Island anzukommen. Und eigentlich ist auch nicht viel dagegen zu sagen: Das Erlebnis, in dem blauen, schlammigen Wasser zu paddeln und es sich einmal so richtig gut gehen zu lassen, hat schon Spaß gemacht. Das Personal: sehr freundlich. Die Umkleidekabinen und Duschen: modern und sauber. Außerdem gab es ein Dampfbad und eine kleine Sauna (in die man in Island in Badebekleidung geht), wenn auch leider ohne kalte Dusche danach.

Der Stokkur, der alle paar Minuten eine Wasserfontäne in die Luft speit.

Der Stokkur, der alle paar Minuten eine Wasserfontäne in die Luft speit.

Das Problem ist eigentlich nur der Preis oder, treffender ausgedrückt, das was man daraus macht. In Island ist alles recht teuer, aber 40 Euro für ein Schwimmbad kommen selbst Touristen aus teuren Ländern etwas viel vor (vielleicht auch gemessen daran, dass der Besuch im größten öffentlichen Schwimmbad Laugardalur in Reykjavik nur ein Zehntel dessen kostet). Man tendiert also dazu, aus diesem Geld das meiste zu machen, indem man viel zu lange im Wasser bleibt, seinen Körper damit schwächt und sich somit sehr leicht, weil man eigentlich nur Touristen aus aller Welt (und ihre Bazillen) dort antrifft, eine Erkältung einfängt. Die Lagune ist zudem künstlich angelegt, der Schlamm wird dorthin gebracht, er kommt nicht etwa natürlich dort vor. Man trifft fast nur Touristen dort an; ein wenig hat das Bad den Anmut einer Massenabfertigung. Das einzig isländische an der blauen Lagune ist also der Nebel, der sich über dem Wasser bildet und damit der Lagune ihren ganz besonderen Charakter verleiht.

Klischee-Postkartenbild nahe Skogar.

Klischee-Postkartenbild, aufgenommen nahe Skogar.

Deswegen, lange Rede kurzer Sinn: die blaue Lagune ist ein teures, hochmodernes und sauberes Schwimmbad und der Gesamteindruck ist trotz des Preises und der Massenabfertigung gut. Aber man hätte entgegen der Meinung vieler Reiseführer Island auch dann gesehen, wenn man nicht dort abgestiegen wäre.

Ist das Eis oder Zucker? Blick auf die Fjallsarlon, die weniger bekannte, kleinere aber nicht minder schöne Gletscherlagune, knapp 10 Kilometer südlich der Jökulsarlon

Ist das Eis oder Zucker? Blick auf die Fjallsarlon, die weniger bekannte, kleinere aber nicht minder schöne Gletscherlagune, knapp 10 Kilometer südlich der Jökulsarlon

Preise

Die Preise in Island hatte ich mir fast etwas schlimmer vorgestellt, auch wenn es insgesamt schon noch recht teuer ist. Allerdings haben mir manche Preise zuvor in Dänemark oder in der Schweiz mehr das Wasser in die Augen getrieben. Die meisten Hostels und Hotels waren zumindest im Doppelzimmer nicht wesentlich teurer als in Deutschland. Die günstigsten Supermarktketten wie Bonus oder Netto sind preislich in etwa vergleichbar mit Edeka in Deutschland. Geht man abends aus, zahlt man für ein Bier in der Kneipe etwa 6-8 Euro. Das ist teuer, aber selbst da habe ich schon vielerorts Schlimmeres erlebt. Interessant auch: In einigen Restaurants ist nur das heimische Bier teuer. Pilsener wird auf der Karte manchmal unter den deutlich günstigeren Softdrinks aufgeführt und zum Preis einer Cola verkauft.

Wal-Steak zum Bier. Speisekarte eines Restaurants in Reykjavik. Viele Isländer sehen das mit dem Walfang etwas anders als der Rest der Welt.

Wal-Steak zum Bier. Speisekarte eines Restaurants in Reykjavik. Viele Isländer sehen das mit dem Walfang etwas anders als der Rest der Welt.

Teuer schienen mir die Preise in vielen Restaurants. In Deutschland geht man ja oftmals nur so zum Spaß mal essen und zahlt selbst dann selten mehr als 15 Euro für ein Gericht. In Island ist es uns zweimal passiert, dass im Restaurant auf der Karte praktisch keine Hauptspeise unter 30 Euro zu haben war. Leider bringen nicht alle Restaurants ihre Speisekarten draußen an, so dass wir einmal erst von den Preisen erfuhren, als wir schon saßen, der Kellner uns die Karte reichte und wir dann nicht mehr gehen mochten. Man hat dann immer noch die Möglichkeit, einfach nur ein Getränk zu bestellen und dann wieder zu gehen. Oder man bittet das Personal bereits beim Eintreten um einen Blick auf die Karte und verabschiedet sich dann höflich, wenn einem das Angebot nicht zusagt. Oder aber man: man gönnt sich was und denkt einfach einmal nicht über den Preis nach.

Vorsichtig fahren: Gerade an Nebenstraßen überqueren häufig Schafe die Straße

Vorsichtig fahren: Gerade an Nebenstraßen überqueren häufig Schafe die Straße

Isländer

In zwei Wochen und maßgeblich an touristischen Orten lernt man natürlich die Seele eines Volkes nicht kennen. Auffällig war aber schon der äußerst souveräne Umgang der Einheimischen mit den Touristen. Ich habe noch nie ein Land erlebt, in dem ich mich als Tourist so willkommen gefühlt habe, in dem das Servicepersonal ebenso wie jeder Einheimische, mit dem wir kurz in Kontakt kamen, derart gutes Englisch sprach und meist schon von sich aus auf Englisch umschaltete, weil er uns sofort als Ausländer erkannte. Schwingt in vielen Ländern oft etwas Unbehagen und Distanz gegenüber Ausländern mit, habe ich das in Island kein einziges Mal gespürt.

Akureyri, mit 22.000 Einwohnern die "Metropole des Nordens". Wirkt nach Tagen in der Einöde auf den ersten Blick wie eine Großstadt.

Akureyri, mit 22.000 Einwohnern die „Metropole des Nordens“. Wirkt nach Tagen in der Einöde auf den ersten Blick wie eine Großstadt.

Selbst an vielleicht umstrittenen und teuren Touristenattraktionen wie der Blauen Lagune (s.o.) hatte ich nicht den Eindruck, dass man mich übers Ohr hauen würde. Touristennepp, wie man ihn an vielen Ferienorten erlebt, habe ich praktisch nicht gesehen. Ich hatte sogar den Eindruck, man schien sich zu freuen, dass wir da waren. Das habe ich noch nirgendwo anders auf der Welt so erlebt.

Whale Watching nahe Husavik. Das beschauliche Fischerdörfchen im Norden hat sich auf Waltouren spezialisiert.

Whale Watching nahe Husavik. Das beschauliche Fischerdörfchen im Norden hat sich auf Waltouren spezialisiert.

Die Isländer, die wir kennengelernt haben, waren höflich-distanziert, auf modische Kleidung bedacht und durchaus redselig, wenn man mit ihnen in Kontakt trat. Meinem ersten Eindruck nach schien es sich eher um Menschen zu handeln, die etwas lieber zuhören (und dann auch sehr gut zuhören) als selber lange Geschichten zu erzählen.

Wie gemalt: Historische Bauernhäuser in Holar.

Wie gemalt: Historische Bauernhäuser in Holar.

Nach ein paar Kaltgetränken an der Bar waren die Isländer, die wir trafen, auch durchaus in der Lage aus sich heraus zu gehen, sich etwas lauter zu unterhalten – und dabei trotzdem nicht ausfallend zu werden. Junge Leute von etwa 20-25 Jahren, die wir in einer Kneipe in Reykjavik baten, ihren Tisch mit uns zu teilen, luden uns herzlich dazu ein und bestanden darauf, uns zwei ihrer acht Biere zu schenken, die sie auf Vorrat geordert hatten. Als sie gehen wollten, schenkte uns einer von ihnen zwei weitere Bier und verabschiedete sich mit den Worten: „Oh, and enjoy Iceland!“

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Die Reiseroute

Wir beschlossen, die Ringstraße gegen den Uhrzeigersinn zu fahren und uns Reykjavik für das Ende aufzuheben. In Tabellenform ist es wahrscheinlich am einfachsten zu lesen:

  • 1. Tag: Blaue Lagune (s.o.), an der Südküste über die 427 (für meine Freundin eine der schönsten Strecken), dann rauf über die 38 und 35 am Kerid-Krater vorbei nach Reykholt. Übernachten in einer bei AirBnB gebuchten Unterkunft nahe Geysir mit Blick auf den Hekla.
  • 2. Tag: Geysir, Gullfoss (mein Lieblings-Wasserfall), Thingvellir und Thingvallavatn, auch genannt: das goldene Dreieck
  • 3. Tag: Halt nahe des Hekla, Weiterfahrt nach Skogarfoss unmittelbar südlich des inzwischen berühmten Eyjafjallajökull, Wanderung am Skogar-Wasserfall hoch Richtung (aber leider nicht ganz bis) Thorsmörk. Übernachten im Skogarfoss Hotel, direkt am Wasserfall.
  • 4. Tag: Weiterfahrt nach Skaftafell, Halt an der Schlucht Fradraljufur. Beeindruckender fand ich allerdings die Moränenlandschaft südlich des Vatnajökull-Gletschers und seiner Ausläufer. Übernachten im Hotel Skaftafell unweit des Nationalparks.
Fähre der Smyrill-Line, die Island von Dänemark aus mit Halt auf den Färöer-Inseln anfährt, beim Einlaufen in den Hafen von Seydisfjördur im Osten.

Fähre der Smyrill-Line, die Island von Dänemark aus mit Halt auf den Färöer-Inseln anfährt, beim Einlaufen in den Hafen von Seydisfjördur im Osten.

  • 5. Tag: Fünfstündiger Glacier Walk an einem der Nebenausläufer des Gletschers. Tour war mit rund 85 Euro teuer, mir selbst zu lang, kalt, nass (s.o.) aber ansonsten interessant. Lässt sich am Skaftafell-Zeltplatz buchen. Weil mir die Glacier-Tour gesundheitlich den Rest gab, es am gleichen Abend und am Tag danach weiter regnete, schafften wir es leider nicht mehr in den Skaftafell-Nationalpark. Sehr schade, denn der gilt als eins der Highlights in Island.
  • 6. Tag: Weiterfahrt nach Höfn mit Halt in der Gletscherlagune Jökulsarlon. Hier gibt es Eisberge und Seehunde zu bestaunen. Am beeindruckendsten fand ich die gestrandeten Eisberge, die aus der Lagune ins Meer abdriften und wieder angespült werden. Spaziergang durch Höfn: uriges Fischerdörfchen.
  • 7. Tag: Fahrt an den Ostfjorden entlang nach Seydisfjördur. Die Landschaft und der meist abrupte Wetterwechsel dort ist einfach gigantisch: Fjorde, Nebelwände, sonnige Abschnitte. Die Fahrt von Egilsstadir nach Seydisfjördur führt zudem über eine Hochlandstraße, an der auch Anfang Juni bei unserer Ankunft noch rechts und links meterhoch Schnee lag. Spazieren in Seydisfjördur. Hübsches kleines Städtchen, in das morgens die Fähre aus Dänemark einläuft und (auch viele deutsche) Touristen anspült, die mit ihrem eigenen Auto oder Camper nach Island fahren. Ansonsten ist man mit dem Städtchen schnell durch, ein ganz uriges Café ist im Hotel Aldan direkt am Zentrum des Ortes.
Blick auf den Hverfjall-Krater

Blick auf den Hverfjall-Krater

  • 8. Tag: Fahrt in den Norden nach Husavik. Strecke soll sehr schön sein, gerade am Lavafeld Burfell vorbei. Aufgrund von Nebel haben wir aber nichts davon gesehen. Beeindruckend soll die Hochlandpiste 901 sein, die man auch ohne 4×4 befahren darf, die aber noch gesperrt war, als wir vorbei kamen. Halt an der brodelnden Kraterlandschaft Namaskard. Die rechte Zufahrtstraße zum größten Wasserfall Europas, dem Dettifoss, war noch gesperrt. Die „grüne Lagune“ übersehen, am verregneten Myvatn-See vorbei. Übernachten im Arbot Hostel etwas südlich von Husavik, tolles Hostel, gelegen auf einem Bauernhof.
  • 9. Tag: Wandern nahe Asbyrgi entlang zwei Canyons. Beeindruckende Gegend! Etwa alle 400 Meter verändert die Landschaft ihr Aussehen komplett.
  • 10. Tag: Endlich gutes Wetter! Whale Watching im hübschen Städtchen Husavik (in der Stadt gibt es mehrere Anbieter dafür, man hat sich darauf spezialisiert. Die Chance, dort wirklich Wale zu sehen ist hoch, die Anbieter informieren sich gegenseitig, wo jüngst Wale gesichtet wurden. Preise liegen zwischen 50 und 60 Euro). Weiterfahrt zum Dettifoss (großer, aber für mich nicht schönster Wasserfall), Wandern am Hverfjall-Krater, endlich Planschen in der grünen Lagune Jardbödin am Myvatn.
Whale Watching in der Bucht vor Husavik

Whale Watching in der Bucht vor Husavik

  • 11. Tag: Fahrt ins Saeberg-Hostel nahe Hvammstangi, der angeblichen Robben-Hauptstadt Islands, wo wir keine Robben fanden. Auf dem Weg Halt im hübschen Akureyri (mit 22.000 Einwohnern die „Metropole des Norderns“) und im idyllischen Dorf Holar, angeblich der Pferde-Hauptstadt Islands (wo es kaum Pferde gab). Gutes Wetter, schöne Gegend. Das Hostel verfügt über einen eigenen Swimmingpool.
  • 12. Tag: Weiterfahrt nach Reykjavik mit Halt am Wasserfall Hraunfossar. Fahrt an der Schotterpiste 550 entlang des Langjökull und am Thingvellir vorbei nach Reykjavik. Einchecken im Reykjavik City Hostel am idyllischen Park Laugardalur direkt am größten Schwimmbad der Stadt. Abends: Ausgehen in Reykjavik. Das Nachtleben konzentriert sich um die Straße Laugavegur.
  • 13. Tag: Lange schlafen, anschließend Sightseeing in Reykjavik.
  • 14. Tag: dito. Besuch einiger gemütlicher Cafés in der Stadt und des Phallus-Museums (jaja, sowas gibt es). Das Fotografie-Museum hatte aufgrund des Pfingstfeiertages leider geschlossen. Baden in der Laugardalur. Abends Rückflug von Keflavik.

Persönliche Highlights

Für mich der Weg an sich. Die Landschaft entlang der Ringstraße ist bei gutem Wetter unglaublich schön und vielseitig. Oft haben wir einfach an einem schönen Fleckchen angehalten, Fotos gemacht und ein wenig die Stille genossen. Klasse waren die gestrandeten Eisberge an der Jökulsarlon, die Fahrt von Egilsstadir nach Seydisfjördur und an den Gletschern entlang. Toll auch der Wanderweg nördlich des Skogarfoss. Der Wasserfall ist schon beeindruckend und auf dem Weg nach Norden gibt es in einer wunderschönen Landschaft gleich noch ein halbes Dutzend Wasserfälle mehr.

Wasserfall bei Skogar: Fall ins Endlose

Wasserfall bei Skogar: Fall ins Endlose

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde

Gar nicht einmal so viel. Reykjavik hat schöne Cafés und Restaurants, man kann gut schwimmen, den Hafen sehen und einfach mal in den kleinen Boutiquen stöbern, aber ansonsten sind die Sehenswürdigkeiten für Touristen überschaubar. Hier hätten mir auch zwei statt drei Tage gereicht. Beim nächsten Mal hätte ich gerne mehr Zeit zum Wandern am Skogarfoss, ich würde vielleicht irgendwie eine Tour bis Thorsmörk oder sogar – mit passender Ausrüstung – eine lange Tour bis Landmannalaugar organisieren. Auch vom Skaftafell und dem Jökulsargljufur-Nationalpark würde ich beim nächsten Mal gerne noch mehr sehen. Auf der Regentour auf den Gletscher hätten mir auch zwei statt fünf Stunden gereicht.

Vögel flogen tief

Vögel flogen tief

Allgemein würde ich wahrscheinlich sogar eher einen oder zwei Monate später aufbrechen, wenn dann auch die Straßen im Hochland passierbar sind. Vielleicht würde ich mir beim nächsten Mal doch einen Geländewagen mieten und dann direkt eine Fahrt von Nord nach Süd durch das Hochland entlang der Straßen F26 und F208 anstreben. Aber für einen ersten Eindruck war unsere diesmalige Tour schon sehr klasse. Auch zwei Wochen reichen dafür aus. Wer Land und Leute etwas besser kennenlernen will, für den sind vier Wochen natürlich noch besser.

Blick auf Reykjavik von der Hallgrimskirkja

Blick auf Reykjavik von der Hallgrimskirkja

Campen auf Island?

Es gibt zahlreiche Zeltplätze in Island und wir haben an vielen Orten Camper getroffen. Darüber hinaus ist wildes Campen an vielen Orten erlaubt. Wir haben viele Zelte und daneben auch einige wetterfeste Happy Campers gesehen. Hierbei schläft man praktisch in einem etwa VW-Bus-großen Auto und hat auch eine Küche integriert.

Wer in Island zelten möchte, muss in meinen Augen auch im Sommer schon recht hart gesotten sein. Zum einen sind die Campingplätze meist nicht so luxoriös ausgestattet wie ich das etwa in Frankreich erlebt habe. Zum anderen regnet es eben oft und eigentlich weht ständig und allerorts ein ziemlich starker Wind. Nach unserer verregneten Gletschertour, als praktisch unsere gesamte Ausrüstung und Kleidung nass war, habe ich mich in unserem spartanisch ausgestatteten aber immerhin trockenen Hotelzimmer wie ein Fürst gefühlt und hätte nicht für 5.000 Euro in einem Zelt übernachten mögen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Es stimmt: Isländische Telefonbücher sind wirklich nach dem Vornamen sortiert.

Es stimmt: Isländische Telefonbücher sind wirklich nach dem Vornamen sortiert.

Literatur und Journalismus

Wie gesagt: Zwei Wochen Tourismus. Da ist jeglicher Eindruck oberflächlich. Ein klein wenig habe ich mich aus Interesse in den Buchhandlungen nach der hoch gelobten isländischen Literatur umgeschaut, die teilweise sogar auf Englisch und Deutsch vorliegt (es gibt sehr viele deutsche Touristen in Island). Beim oberflächlichen Durchstöbern der Klappentexte fällt auf, dass hier oft auf unterschiedliche Art und Weise die immer gleiche Geschichte erzählt wird: Held muss sein gewohntes Umfeld verlassen, um in der ungewissen Ferne sein Glück zu suchen. Eine Geschichte, die gepaart mit der Unterdrückung etwa durch die dänischen Kolonialherren eng mit der Vergangenheit Islands verwoben ist. Prominentester Autor ist hier wohl Halldor Laxness, der 1955 als erster Isländer den Nobelpreis für Literatur erhielt. Ansonsten findet man als jüngere Titel auch zahlreiche Krimis, deren Aufmachung an skandinavische Krimis erinnert, und Romane über das moderne Großstadtleben wie in „101 Reykjavik“ von Hallgrimur Helgason. Mein nächstes Ziel ist es, mich ein wenig in die Literatur einzuarbeiten.

Ich habe mich vor Ort offen gestanden wenig mit dem dortigen Journalismus befasst, eine Publikation ist mir jedoch in guter Erinnerung geblieben. Das zweiwöchentlich erscheinende Touristenmagazin „The Reykjavik Grapevine“ bot einen erstaunlich kritischen und fundierten Journalismus, wie man ihn für ein solches Magazin nie erwarten würde. In der Ausgabe, die wir vor Ort vorfanden, gab es unter anderem einen für Touristen aufbereiteten politischen Bericht über eine anstehende Kommunalwahl in Reykjavik, eine kritische Betrachtung der auch dort galoppierenden Immobilienpreise, die Bestandsaufnahme einer neuen Partei, die Angst vor Überfremdung schürt – und daneben wiederum den wohl amüsantesten und wortgewandtesten Bar Guide, den ich jemals gelesen habe.

Mein Lieblingswasserfall: der Gullfoss (hier etwas eingebläut)

Mein Lieblingswasserfall: der Gullfoss (hier etwas eingebläut)

Island ist modern

Erst bei meiner Rückkehr nach Deutschland fiel mir auf, wie modern Island eigentlich ist. Der Baumboom zur wirtschaftlichen Blütezeit hat dem Land modernste Architektur spendiert, was dem Reisenden direkt am Flughafen Keflavik auffällt. Für Touristen wie Einheimische informieren Websites über Wetter, Straßenverhältnisse und noch gesperrte Hochlandstrecken. Wer Touren in abgelegene Gegenden unternimmt, kann sich vorher eine 112-App für sein Smartphone herunterladen und sich dann im Notfall per Knopfdruck Hilfe kommen lassen.

Namaskard: Es zischt und brodelt und - lustige Randnotiz: kein Tourist geht, ohne einen hartnäckigen Klumpen des sehr klebrigen, lehmigen Bodens an seinen Schuhsohlen mitzunehmen

Namaskard: Es zischt und brodelt und – lustige Randnotiz: kein Tourist geht, ohne einen hartnäckigen Klumpen des sehr klebrigen, lehmigen Bodens an seinen Schuhsohlen mitzunehmen.

Es sind vermeintliche Kleinigkeiten, die einem im Gedächtnis bleiben. So sahen wir praktisch nirgendwo Polizei, alle Städte waren sehr sauber, gute Kleidung gehörte für die meisten Isländer zum Ausgehen dazu. Und noch etwas fiel mir auf: Fährt man von Reykjavik zum 40 Kilometer entfernten Flughafen Keflavik, so braucht man eigentlich nur aus der Stadt heraus zu fahren und dann der Strecke zu folgen. Die Straße ist so angelegt, dass man automatisch ohne irgendwo abbiegen oder abfahren zu müssen, direkt am Flughafen landet. Ich glaube, hinter derartigen „Kleinigkeiten“ steckt Methode. Hier waren kluge Planer am Werk, die sich einmal wirklich Gedanken gemacht und diese dann zum Wohle des Einzelnen umgesetzt haben.

Nicht der Ayers Rock, sondern der Hverfjall-Krater nahe dem Myvatn-See bei Abendsonne

Nicht der Ayers Rock, sondern der Hverfjall-Krater nahe dem Myvatn-See bei Abendsonne

Gesamteindruck: (H)ach!

Als ich auf Twitter einige Island-Fotos hochlud, drückte Twitterer Hulza seinen gespielten Neid darüber aus, dass ich gerade „das schönste Land der Welt“ bereisen dürfe. Das schönste Land der Welt? Nun, das ist Island für mich nicht. Japan, Italien, Portugal und auch noch einige andere haben mich mit ihrer Landschaft noch etwas mehr gepackt. Island löste bei mir deutlich seltener ein ungläubiges Staunen aus aber, ja, auch das kam ein, zweimal vor. Vieles beeindruckt mich – auch wenn es seltsam klingt – im Nachhinein mehr, als es das vor Ort tat. Als ich die Bilder meiner Kamera zu diesem Beitrag durchsah, war ich erstaunt: Das hatte ich wirklich gesehen? Und es hat mich nicht umgehauen?

Malerisch: Die Skjalfandi-Bucht bei Husavik

Malerisch: Die Skjalfandi-Bucht bei Husavik

Island ist ein tolles Land, sehr touristenfreundlich, mit wunderschön abwechslungsreicher Landschaft. Ich hab mich wohl gefühlt und ich will irgendwann – gut ausgerüstet gegen Regen und Wind – noch einmal wiederkommen.